Tastatur in einem Fahrstuhl (Symbolbild): eigenes Verhalten an die Bedrohung eines Stromausfalles anpassen
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Passe dein Verhalten im Alltag an die Gefahrenlage an und setze schon jetzt diese kleinen Vorsorgemaßnahmen für einen Stromausfall aktiv um.

1. Vorsorgemaßnahmen Stromausfall

1.1 Mit der Bedrohungslage aktiv befassen

Erst, wenn du besser verstehst, was auf uns zukommen kann, kannst du handlungsfähig sein. Um dir ein Bild von der Bedrohung machen zu können, eignen sich:

1.2 Den Ernstfall besprechen

Wenn es zu einem Stromausfall kommt, wird wahrscheinlich jeder in deiner Familie an einem anderen Ort sein (in der Schule, auf Arbeit, im Supermarkt etc.). Legt euch deshalb einen Plan zurecht. In so einer nervenaufreibenden Situation ist es wichtig, dass jedes Familienmitglied über die nötige Klarheit verfügt. 
So könntet ihr über folgende Punkte sprechen:  
  • Wie kommt man ggf. von der Schule bzw. von der Arbeit nach Hause? 
  • Wer kann das kleinste Familienmitglied von der KITA abholen?
  • Wie lange benötigt jeder nach Hause?
  • Nach welchem Zeitraum treffen alle spätestens zuhause ein?
  • Oder vereinbart ihr einen anderen Zufluchtsort? (Eventuell wohnen die Großeltern näher am Arbeitsplatz oder an der Schule?) 
Den Ernstfall in der Familie besprechen

1.3 Familie einbinden

Krisenvorsorge ist Familiensache. Binde deshalb deinen Partner und deine Kinder mit ein. 
  • Bereite deine Kinder so weit wie möglich auf die veränderte Situation bei einem Stromausfalls vor. Ich las mal von einer Familie, die daraus ein Spiel machte. So klebten die Kinder überall Post-it’s, was ohne Strom nicht mehr funktionieren würde. 
  • Jeder sollte verstehen, wie Strom funktioniert und dass wir nicht mehr mit einer ständigen Stromverfügbarkeit rechnen können. Wenn sich jedes Familienmitglied mit der Situation arrangiert und vorbereitet, arbeitet ihr im Notfall besser zusammen. 
  • Auch wenn dich der Gedanke abschreckt: ziehe eine Flucht aufgrund der erhöhten Brandgefahr bei Stromausfall als Notlösung in Erwägung. 
  • Mach’ die Einweihung der Gerätschaften zu einem kleinen Familienerlebnis (Essen stromlos erwärmen, elektrische Geräte mit der Powerstation* betreiben, die Funktionen des Kurbelradios austesten, aus dem Vorrat essen, einen Morgen und Abend mit stromlosen Lichtquellen verbringen, usw.)
  • Überlege wie du Familienmitglieder, mit denen du nicht zusammenwohnst, in der mentalen und aktiven Vorbereitung unterstützen kannst.

1.4 Verhalten an die Gefahrenlage anpassen

Ein paar Dinge kannst du ganz leicht in deinen Alltag integrieren. Es reicht nicht aus dein Verhalten zu ändern, wenn ein Stromausfall eintritt. Beherzigst du ein paar Dinge, kannst du so einer noch größeren Katastrophe (die mit Lebensgefahr einhergehen kann) vorbeugen. 

1.4.1 Fahrstühle sind tabu!

Bei Stromausfall in einem Fahrstuhl eingeschlossen zu sein, muss furchtbar schlimm sein. Es ist dunkel und eng. Vielleicht bist du dann allein oder auch nicht in so einen Lift gepfercht. Wie wird der andere oder die anderen bei aufkommender Panik reagieren? 

Bei einem Blackout kann nicht mal mehr Hilfe angefordert werden. Dann kann es mehrere Tage dauern bis Menschen aus einem Fahrstuhl befreit werden können – ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Wasser, ohne Essen – und auch die Notdurft muss dann im Fahrstuhl verrichtet werden. 

Verzichte deshalb zu deiner eigenen Sicherheit auf die Benutzung von Fahrstühlen. Steige Treppen!

Ältere Menschen sollten dafür ein bisschen mehr Zeit einplanen, um zwischendurch Pausen einlegen zu können. Wenn dein Büro im achten Stock ist, ist das natürlich ebenso keine leichte Umstellung. Sicherheit geht aber vor!

1.4.2 Halbvoller Benzintank

Du wolltest nach der Arbeit tanken fahren. Während du noch auf der Arbeit bist, fällt der Strom aus. 

Meine Regel ist, dass ich den Dieseltank meines Autos mindestens halb voll lasse. Bei einem Benziner eher dreiviertel-gefüllt. 

  1. Vor den Tankstellen, die dank Notstromaggregaten noch Kraftstoff verkaufen können, bilden sich lange Schlangen. Du willst sicherlich heim zu deiner Familie und magst dich nicht in ellenlange Staus einreihen.
  2. Selbst wenn Tankstellen über Notstromaggregate verfügen, werden sie nicht mehr neu beliefert. Ist der Treibstoff alle, kann kein Autofahrer mehr tanken.
  3. Du kannst nicht davon ausgehen, dass jede Tankstelle Notstromaggregate hat.

Aber auch wenn du zuhause bist, sollte dein Kraftstofftank nicht fast leer sein. Vielleicht willst du zu deinen Eltern fahren, um sie zu unterstützen. Eventuell musst du auch irgendwann flüchten. Damit du auch im Notfall mobil bleibst, gehört zumindest ein kleiner gefüllter Benzinkanister in deine Vorratshaltung.

1.4.3 Licht muss greifbar sein

Wir benutzen Licht, um etwas sehen zu können. Es ist aber auch eine Unfallschutzmaßnahme. Licht gibt uns Orientierung und schützt uns dadurch vor Stürzen und Unfällen. 

Egal wo du dich befindest, musst du auf eine stromlose Lichtquelle zugreifen können.

Bei Stromausfall kannst du keinen Arzt zu Rate ziehen. Das Krankenhaus wird überlastet sein. Und bedenke bitte, dass bei einem Blackout kein Notruf erreichbar ist. Umso wichtiger ist es, (Haushalts-)unfälle zu vermeiden.

Im Blogbeitrag Licht bei Stromausfall findest du nicht nur geeignete stromlose Lichtquellen, sondern erfährst worauf es bei der Auswahl solcher ankommt.

1.4.4 Löschmittel und CO² Melder bereit halten

Bei Stromausfall besteht erhöhte Brandgefahr. Halte deshalb einen Brandschutz sowie einen Kohlenmonoxidmelder parat, wenn du Kerzen sowie alternative Koch- und Heizmöglichkeiten benutzt.

1.4.5 Aufgeladene Powerstation

Einsatzmöglichkeiten für eine geräuscharme Powerstation* gibt es viele:

Allein die Tatsache so ein tolles Gerät zuhause zu haben gibt ein sichereres Gefühl. Man ist froh, sich einen Stromausfall etwas bequemer gestalten zu können. 

Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Powerstation zum Zeitpunkt des Stromausfalls aufgeladen ist. Jeder kennt den Gedanken: “Muss ich noch machen.”, “Mach ich morgen” und wenn morgen der Strom ausfällt? 

Selbst mit einer aufgeladenen Powerstation musst du dich wahrscheinlich entscheiden welche Geräte du im Notfall weiterhin mit Strom versorgen willst. Außer, du hast einen zusätzlichen Akku*, den du anschließen kannst oder einen Stromgenerator*, der immer wieder durch die Sonne gespeist werden kann.

1.4.6 Bargeld zuhause haben

Ohne Strom funktionieren keine Bargeldautomaten und auch keine Kassensysteme. Du wirst bar bezahlen oder Tauschmittel anbieten können müssen. 

Letztere müssen natürlich auch von deinem Gegenüber akzeptiert werden. Kann er das, was du ihm anbietest, nicht gebrauchen, wird er auf Geld bestehen. 

Halte deshalb einen Notgroschen in kleinen Geldscheinen und -münzen vor!

Bei Stromausfall ist kein Geld abheben möglich

1.4.7 Wichtige digitale Dokumente ausdrucken

Im Artikel analoge Datensicherung gehe ich auf den Umstand ein, dass wir viele Dokumente nur noch in unser E-Mail-Postfach erhalten. Oftmals bekommen wir nur ein Signal und müssen uns dann noch in unser Kundenkonto einloggen. Ohne Strom und Internet ist das nicht mehr möglich. 

Wichtige Dokumente, die du im Notfall gebrauchen könntest, druckst du dir deshalb am Besten aus.

1.4.8 Praktische Stromausfall-Vorsorge

Zur praktischen Vorbereitung eignen sich viele Gerätschaften. 

  • In den Top 9 habe ich die wichtigsten Punkte einer Grundausstattung für einen Stromausfall aufgelistet.
  • Stöbere gern in allen Artikeln zur Stromausfall-Vorsorge auf den Blog
  • Nicht zuletzt ist auch das Verhalten wichtig, wenn ein Stromausfall dann eintritt.

1.4.9 Was tun bei Stromausfall?

Der Strom fällt überraschend aus. Auch wenn wir uns mental darauf vorbereiten, werden Handlungen reflexartig ausgeführt oder wichtige Dinge vergessen, wenn es denn drauf ankommt. 

Weil du ohne Strom schlecht einen Blogbeitrag öffnen kannst, findest du im Artikel Was tun bei Stromausfall? eine kleine Checkliste zum Ausdrucken, die du an deinen Kühlschrank hängen und im Notfall durchgehen kannst.

Hat dir der Artikel geholfen? Dann leite ihn doch bitte weiter, um andere Personen bei ihrer Vorsorge zu unterstützen. Lasse mich auch gerne wissen, wenn dir etwas in dem Artikel fehlt. 

Wenn jeder von uns schon jetzt in seinem Alltag etwas umsichtiger ist, können viele Notfälle bei Stromausfall vermieden werden. Ganz nach meinem Motto: Vorsorge schafft Sicherheit!

Deine Diana

Bildquelle: mcruetten/Pixabay

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