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Wem gehört das Geld auf dem Bankkonto?

  • Beitrags-Kategorie:Vermögensschutz
  • Lesedauer:12 min Lesezeit
  • Beitrag veröffentlicht:23. November 2021
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Wem gehört das Geld auf dem Bankkonto? Das ist leider keine rhetorische Frage. Ich dachte nämlich, es wäre meins. Und ich irrte mich gewaltig. Mein Geld auf meinem Konto gehört der Bank. 

Wusstest du es? Ich hob also mein Geld ab…

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1. Wem gehört das Geld auf meinem Konto?

1.1 Juristisch gesehen

Juristisch gesehen bist du erst Eigentümer deines Geldes, wenn du es physisch abhebst: an Geldautomaten oder am Bankschalter, du das Geld in deinen Sparstrumpf stopfst, unter deine Matratze legst, in ein Schließfach packst oder es in dein Portemonnaie steckst.

Ganz konkret: Alles, was auf einem Sparbuch, Girokonto und Tagesgeldkonto liegt – gehört der Bank.

1.1.1 Das Gläubiger-Schuldner-Verhältnis

Im Fachjargon spricht man von einem Gläubiger-Schuldner-Verhältnis. Übersetzt bedeutet das folgendes:

In dem Moment, in dem du einen Geldbetrag auf dein Bankkonto einzahlst, vergibst du einen Kredit an deine Bank. Du leihst es deiner Bank sozusagen. Damit bist du der Gläubiger. 

Damit ist jeder einzelne, der ein Konto bei der Bank hat, ein Gläubiger. Du, alle anderen Bürger und ich auch. Das betrifft auch Firmen und Unternehmen. Egal ob große oder kleine.

Deine Bank nimmt das Geld entgegen. Damit ist deine Bank der Schuldner.

Wenn wir uns einen Kredit nehmen, um etwas zu finanzieren, sind wir verpflichtet dieses Geld wieder zurückzuzahlen. Dafür müssen wir auch noch Zinsen, als Leihgebühr, bezahlen. Tun wir das nicht, verlieren wir das Objekt, beispielsweise das Haus, für dessen Finanzierung wir einen Kredit aufgenommen haben. 

Auf die Bank als Schuldner lässt sich dieser Sachverhalt leider nicht so übertragen. 

1.1.2 Würdest du deiner Bank einen Kredit geben?

Wenn du Geld auf dein Konto einzahlst, vergibst du einen Kredit an deine Bank. 

Nun könnte man denken, dass die Bank doch genug Geld hat. Sie wird es dir also leicht wieder zurück geben können, oder nicht?

Gucken wir uns das Eigenkapital der Bank an: Die Bank ist so kapitalisiert, dass sie selber zu über 90% Schulden hat. Eigenkapitalerträge besitzt die Bank nur in einstelligen Beträgen!

Frage: Würdest du noch einen Kredit bekommen wenn du schon viele Schulden hast? Das wird wohl eher schwierig. Und ist es dann eine gute Idee, dein Geld an die Bank zu verleihen? 

Oder würden wir einem Freund Geld leihen, wenn er schon eine ganze Menge Schulden hat? Wohl kaum. Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. 

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Aber an die Bank, eine Institution, vergeben wir einen Kredit?

1.2 Vergangene Krisen als Beispiele

1.2.1 Die Finanzkrise 2008/2009

In der Finanzkrise wurden die Banken überwiegend mit Steuergeldern gerettet. Es war also das Vermögen der Sparer, die die Banken am Leben erhielten. 

Um die Bevölkerungen zu beruhigen, erließen die Staaten Regelungen, um ausfallgefährdete Banken abzuwickeln. Dies sollte in Zukunft möglichst ohne den Einsatz von Steuergeldern erfolgen. 

Zunächst soll also das Vermögen der Aktionäre, Anleihe-Gläubiger und vermögenden Sparer für die Rettung einer betroffenen Bank herangezogen werden.

1.2.2 Die Finanzkrise 2013 in Zypern

Im März 2013 wurden die Banken von Zypern gerettet. Die größte Bank Zyperns Bank of Cyprus hat die zweitgrößte Bank Laiki Bank übernommen. 

Dafür wurden die Sparer um ihr Vermögen gebracht. Kunden der Laiki Bank verloren all ihre Ersparnisse jenseits des Betrages von 100.000 Euro gebracht. Die Kunden der Bank of Cyprus waren ebenfalls betroffen. Ihr Vermögen über 100.000 Euro wurde zu 60% in Bankaktien umgewandelt. Die restlichen 40% wurden eingefroren. 

Die Banken von Zypern waren gerettet, die Sparer um ihr Vermögen gebracht

Der Betrag von 100.000 Euro entspricht unserer Einlagensicherung. Das gucken wir uns aber später noch genauer an.

1.3 Wahrscheinlichkeit einer erneuten Finanzkrise

Du haftest also mit deinem, dir durch harte Arbeit verdientem Vermögen über 100.000 Euro für eine Bankenrettung. 

Aber wie groß ist überhaupt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bank nochmal in wirtschaftliche Not gerät?

Ist diese absehbar oder warum sprechen sich die EU-Finanzminister dafür aus, dass sich bei der nächsten Bankenrettung alle Gläubiger beteiligen? 

Offensichtlich gehen die Politik und die Notenbanken davon aus, dass irgendwann eine erneute Bankenkrise auf uns zukommt.

Und zu dessen Vorbereitung wurde 2015 eine EU-Richtlinie erlassen:

1.4 SAG: das Sanierungs und Abwicklungsgesetz

Gucken wir uns die EU an: am 1. Januar 2015 wurde das SAG (Sanierungs und Abwicklungsgesetz von Kreditinstituten) verabschiedet. 

Ganz leise passierte dies. Psst!

Nach § 89 SAG sollen Aktionäre, Anleihebesitzer und vermögende Sparer in die Bresche springen, wenn sie über mehr als 100.000 Euro Vermögen verfügen.

Eine der Kernaussagen dieser Richtlinie ist, dass sich die Gläubiger der Bank, im Falle von Bankenpleiten, an der Abwicklung beteiligen müssen. 

Im Fachjargon: Gläubiger müssen auf Anteile ihrer Forderungen gegenüber der Bank verzichten. Auf Deutsch: Sparer und Anleger müssen auf Anteile ihres Vermögens gegenüber der Bank verzichten.

Nach § 89 SAG können die Aktien der Bank, aber auch alle Kontoguthaben teilweise

entwertet oder sogar ganz auf null gesetzt werden. 

Der § 5 SAG weist Funktionsträger sogar an, über das nach dem SAG ablaufende Verfahren Stillschweigen zu bewahren. Deshalb hören wir nichts von diesem Gesetz. Und deshalb wird dir auch dein Bankberater nichts davon erzählen. 

Das SAG ist ein Gesetz zur Enteignung.

1.5 Die Einlagensicherung, die uns Sicherheit vermitteln soll

Was ist die Einlagensicherung? Nehmen wir das Wort mal auseinander. Das Wort Einlage bezeichnet das Vermögen der Sparer. Die gesetzliche Einlagensicherung dient dem Schutz der Einlagen der Bankkunden. 

Unter die Einlagensicherung fällt also alles Geld, was du auf deinem Girokonto und den Tagesgeldkonten hast. Bis zu einer Höhe von 100.000 EuroIm Falle der Insolvenz einer Bank, soll das Geld der Bankkunden somit bis zu 100.000 Euro geschützt sein. 

Mit der Einlagensicherung will die Politik nicht zuletzt verhindern, dass die Bankkunden ihr Geld schleunigst von der Bank abheben. Offiziell vergreift sich der Staat also nicht an deinem Vermögen unter 100.000 Euro. 

Wäre da nicht EDIS… die europäische Einlagensicherung.

1.6 EDIS: europäische Einlagensicherung

Sie betrifft die ganze Eurozone: Banken und Sparer sollen für marode Bankinstitute innerhalb der Eurozone haften. 

Im Klartext: Deutsche Banken und das Vermögen der deutschen Sparer haften somit auch für klapprige Banken in Südeuropa.

Was passiert nun aber, wenn mehrere Banken in der EU pleite gehen? Reichen die Mittel aus? Können wir uns auf die Einlagensicherung von 100.000 Euro verlassen?

1.7 Und wenn die Bank mit deinem Geld faule Kredite macht?

Wir wissen, dass die Banken selbst kaum Eigenkapital besitzen. Und seit 2014 sind die Banken europaweit verpflichtet, die Sparvermögen der Kunden nur zu 0,8 % durch eigene Mittel abzusichern. Bedeutet: die Bank sichert unsere Einlagen wiederum durch Kredite ab.

Wie können wir uns dann darauf verlassen, dass eine Bank die Einlagensicherung all ihrer Kunden stemmen kann?

Ich frage nochmal: Können wir uns vor diesem Hintergrund auf die Einlagenversicherung von 100.000 Euro verlassen?

Falls nicht, würde dies bedeuten, dass auch alle kleineren Sparvermögen in Gefahr sind.

P.S. CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP unterstützen EDIS im Europaparlament.

1.8 Was tun mit dem Geld?

Nachdem wir die Frage “Wem gehört das Geld auf meinem Konto” beantworten können und um die wirtschaftliche Situation der Banken wissen, müssen wir uns überlegen, was wir mit unserem lieben Geld machen. 

1.8.1 Lebenshaltungskosten

Die laufenden Lebenshaltungskosten wie die Miete oder der jährliche Versicherungsbeitrag müssen weiterhin von deinem Bankkonto abgebucht werden können. Wie viel Geld brauchst du dafür je Monat? Wie viel bleibt übrig?

1.8.2 Notgroschen

Ein Notgroschen in Bargeld solltest du immer zu Hause haben. Es kann das Kassensystem im Supermarkt ausfallen oder die Banken können regional durch eine Cyberattacke oder durch einen Stromausfall lahmgelegt werden. 

Aber was machst du mit dem Rest an Gespartem?

1.8.3 Investieren und Kaufkraft erhalten

1.8.3.1 Inflation

Ob du das Geld auf deinem Konto lässt oder in das hübsche glänzende Sparschwein packst, es droht die nächste Gefahr: die Inflation. Sie schmälert schleichend dein Vermögen. Dein Geld schmilzt wie Eis in der Sonne. 

Lese hierzu gerne meinen Beitrag Hyperinflation: wenn Lebensmittel Millionen kosten

1.8.3.2 Ein Wagnis derzeit: Immobilien

Auch wenn du dich mit der Thematik noch nie beschäftigt hast: du musst es investieren. 

Dazu gibt es diverse Möglichkeiten: Aktien, Crypto* oder Edelmetalle.

Immobilien sind allerdings aufgrund des drohenden Lastenausgleiches, der Enteignungsrisiken und der weiteren Gefahren für Eigentümer derzeit keine gute Idee. 

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1.8.3.3 Wertspeicher Edelmetalle

Gerade im Bezug auf eine Inflation ist es wichtig, die eigene Kaufkraft zu erhalten. Der Wert deines Geldes braucht sozusagen eine Versicherung. Dies bieten dir Edelmetalle. Sie sind ein Wertspeicher. 

Mit Solit sind deine Optionen vielfältig: Du kannst ein Edelmetalldepot eröffnen und die erworbenen Edelmetalle sicher aufbewahren lassen. Du kannst dir aber auch deine Schätze physisch diskret und versichert nach Hause liefern lassen. 

Registriere dich jetzt auf Solit und schütze deine Kaufkraft:

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Wenn du Edelmetalle kaufst, sicherst du dich doppelt ab:

  • du bist der rechtmäßige Eigentümer
  • dein Erspartes behält seine Kaufkraft und du bleibst damit auch in einer starken Inflation zahlungsfähig

Denk dran: Vorsorge schafft Sicherheit,

deine Diana

Bildquelle: mohamed_hassan/pixabay

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. U. Kummer

    Meine Edelmetalle liegen in MEINEM Tresor, nicht irgendwo in irgendwelchen dubiosen Depot. Da kann ich mein Geld auch für Papier wegschmeißen!

    1. Diana

      Hallo Udo,
      Du hast für dich die Entscheidung getroffen, deine Edelmetalle in deinem Tresor zu lagern. Super, wenn du für dich eine Lösung gefunden hast, mit der du dich gut fühlst. Aber nicht jeder möchte Edelmetalle im eigenen Zuhause aufbewahren. Und dann hat es ja auch etwas mit der Menge zu tun. Es gibt da keine allgemeingültige Lösung für alle. Die richtige Lösung hat man getroffen, wenn man mit der Entscheidung gut schlafen kann. Solit steht für Diskretion und höchste Sicherheit. Anklagende Behauptungen sollten bitte auch begründet werden. Warum ist Solit deiner Meinung nach dubios?
      Danke im Voraus, Diana

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